Ursachen für verminderte Fertilität bei Frauen
Auch bei Frauen können zahlreiche unterschiedliche Probleme auftreten, die die Ursache für Fertilitätsstörungen bilden. Der Menstruationszyklus ist ein komplexer Prozess, der an unterschiedlichen Stellen ins Stocken geraten kann.
Als Folge hormonaler Störungen kann es geschehen, dass überhaupt keine Eizellen zur Reifung kommen und dass der Eisprung einfach ausbleibt (die so genannte Anovulation kann bei Frauen mit polyzystischen Eierstöcken auftreten) oder dass Eizellen den Eierstock nicht verlassen, sobald sie reif sind (Dysovulation oder LUF-Syndrom, Syndrom des luteinierten unruptierten Follikels). Im Fall einer lutealen Insuffizienz passiert alles bis zum Eisprung schnell, aber während der Lutealphase, der Phase, in der die Gebärmutterschleimhaut sich auf die Einnistung des Embryos vorbereitet treten Fehler auf.
Eine Obstruktion oder eine gestörte Flimmerhärchenfunktion im Eileiter oder Verwachsungen in der Bauchhöhle (Endometriose, die nach einer Operation oder Infektion auftreten kann) können dem schnellen Transport der (befruchteten) Eizelle zur Gebärmutter im Weg stehen. Aber auch eine Endometriose ohne Verwachsungen kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen.
Fertilitätsstörungen können auch die Folge einer missglückten Einnistung in der Gebärmutter sein (durch eine Muskelgeschwulst, eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut usw.).
Schließlich können auch noch Defekte im Bereich des Gebärmutterhalses den Weg der Samenzellen beeinträchtigen und so die Ursache für eine verminderte Fertilität der Frau bilden.
